26. März 2018 Keine Punkte für SVT-Damen in Enger

Celine Klärner klärt souverän vor Sina Peiler vom SC Enger

SC Enger – SV Thülen 1:0 (0:0)

Mit einem großen Rucksack voll Personalsorgen im Gepäck ging es für die Fußballdamen des SV Thülen am Sonntag zum SC Enger in den Kreis Herford. Trainer Frederik Leikop fehlten unter anderem Victoria Rollmann und Luisa Becker (beide krank), Neele Dietrich (verletzt), Rafaela Hanke (Urlaub) sowie Madeline Habbel (Studium) und Daniela Bugno.

Somit standen dem Coach nur 12 Spielerinnen zur Verfügung. Dadurch ergab sich die Startformation allerdings von selbst. Auf der Bank musste erstmal Rekonvaleszentin Jana Schira Platz nehmen.

Ihr Einsatz war aufgrund der schweren Sprunggelenksverletzung, die sie sich Mitte Februar im Westfalenpokal gegen den SV Bökendorf zugezogen hat, mit einem Fragezeichen versehen. Doch glücklicherweise gab die hochmotivierte Schira schnell grünes Licht, sodass man wenigstens eine gute Option auf der Ersatzbank hatte.

Die SVT-Damen hatten das Hinspiel am Scheid in der Hinrunde mehr als deutlich mit 9:2 gewonnen. So torreich sollte der zweite Vergleich allerdings nicht verlaufen.

Zumal die Gäste aus dem HSK erstmal darauf bedacht waren, in der Defensive gut zu stehen. Gerade hier musste Trainer Leikop aufgrund der Ausfälle von Abwehrchefin Victoria Rollmann und Rafaela Hanke einiges umstricken.

Gewarnt war der Tabellensechste auf jeden Fall vor Sina Peiler. Engers Nr. 9 führt mit aktuell 20 Treffern aus 17 Partien die Torjägerliste an. Auf sie war das Spiel der Grün-Schwarzen ausgelegt. Fast alle Aktionen liefen über die flinke Stürmerin. Wenn sie am Ball war wurde es immer sehr brenzlig und oftmals musste man mit vereinten Kräften ran.

Doch hier muss man der umformierten Thülener Abwehr ein dickes Lob aussprechen. Die Leistung in der Defensive war an diesem Spieltag bemerkenswert. Vor allem Celine Klärner stach mit einem sehr guten Stellungsspiel und ihrer Abgeklärtheit hervor. An ihr führte wirklich kein Weg dran vorbei.

Maja Waßmann (schwarzes Trikot) in Aktion. Im Hintergrund beobachtet Jessica Krefeld die Szene.

Ins Stocken geriet an diesem Tag dagegen die Thülener Offensive. Bis in die Spitze wurde zwar sehr gefällig kombiniert. Doch der letzte Pass in die gefährliche Zone fand so gut wie nie einen Abnehmer beziehungsweise landete regelmäßig in den Füßen des Gastgebers. Es war zum Haare raufen, wenn aussichtsreiche Tormöglichkeiten immer wieder zu unpräzise abgeschlossen wurden oder beim Gegner landeten. Auf der Gegenseite darf man sich bei dem Tabellenneunten bedanken. Dieser hatte wohl nicht genügend Zielwasser getrunken, sodass die SVT-Damen erstmal vor einem Gegentreffer verschont bleiben sollten. Vor allem die gefährliche Peiler vergab glücklicherweise etliche gute Torchancen. Hier hätte der SCE schon mit 2:0 oder 3:0 führen können.

Da beide Mannschaften aber im Abschluss ohne Fortune blieben, ging es mit einem torlosen Remis in die Halbzeitpause.

In der 50. Minute kam dann Jana Schira für die glücklose Sarah Hoffmann in die Partie. Der 19-Jährigen merkte man die 5 Wochen Verletzungspause nicht an. Sie brachte gleich frischen Schwung in das Thülener Spiel und ging gleich aggressiv in die Zweikämpfe.

Die SVT-Damen kämpften zwar und waren um einen guten Spielaufbau bemüht. Torabschlüsse waren vor allem im zweiten Durchgang dann doch eher Mangelware.

Trainer Leikop sollte mit seiner Prognose in der Halbzeitpause recht behalten: “Wer heute den ersten Treffer erzielt, der gewinnt diese Partie.“ Das waren dann leider nicht die Fußballdamen vom Thülener Scheid. Einen klassischen Konter konnte der SC Enger in der 83. Spielminute zu der Führung von 1:0 ausnutzen. Auch in den letzten wenigen Minuten konnten die Gäste aus dem Altkreis Brilon keine nennenswerte Torchancen mehr verzeichnen. Somit blieb es bei der mittlerweile 5. Auswärtsniederlage.

Trainer Leikop war nach dem Abpfiff konsterniert: „Wir haben uns bei der heimschwächsten Mannschaft natürlich viel mehr versprochen. Doch die zahlreichen Ausfälle konnten wir nicht kompensieren. Auch wenn sich gerade Spielerinnen wie Kristin Menke und Saskia Schrewe, die nicht so oft zum Zuge kommen, voll und ganz reingehauen haben.“

Jetzt heißt es Mund abwischen und die beiden Nachholspiele am Osterwochenende erfolgreich gestalten. Dann sieht die Welt und die Tabelle hoffentlich auch schon wieder ganz anders aus.

Aktuell belegt der SV Thülen den 6. Tabellenplatz. Aufgrund der zahlreichen Nachholspiele kann sich der SVT sicher- und hoffentlich tabellarisch noch ein bisschen verbessern.

Für den SV Thülen spielten:

Nicole Arning, Anna Hammerschmidt, Celine Klärner, Anna Korsinski, Carolin Lingenauber, Jessica Krefeld, Saskia Schrewe, Kristin Menke, Maja Waßmann, Laura Vorderwülbecke und Sarah Hoffmann (50. Jana Schira)

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