08. Oktober 2018 Hammerschmidt sorgt mit Freistoß-Hammer für Last-Minute-Sieg

Am 7. Spieltag der Damen Landesliga Westfalen Staffel 1 hatte der SV Thülen den Herforder SV Borussia Friedenstal II zu Gast am Scheid.

Gegenüber der siegreichen Auswärtspartie beim Tabellenvorletzten FC Donop/Voßheide nahm Trainer Frederik Leikop zwei Änderungen in der Startformation vor.

Nach ihrer Knieverletzung sollte Torfrau Nadine Tontara wieder Spielpraxis sammeln. Des Weiteren bekam Neele Dietrich im Rahmen der Rotation den Vorzug vor Küken Zoe Brinkmöller.

Verzichten musste der Coach auf Rafaela Hanke, Kristin Menke (Uni), Saskia Schrewe (Ausland) und Sarah Hoffmann (krank).

Dafür konnte kurzfristig Abwehrspielerin Daniela Bugno reaktiviert werden.

Die ersten Minuten starteten recht turbulent. Hier brannte es im Strafraum des Gastes aus der Kreisstadt lichterloh. Nur mit vereinten Kräften und vielen Beinen konnten die Rot-Schwarzen einen frühen Führungstreffer für den Gastgeber verhindern. Die SVT-Damen waren von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Sie agierten druckvoll und spielten mutig nach vorne. Immer wieder ergaben sich aussichtsreiche Torchancen für den Tabellenvierten. Die zweite Welle des Regionalligisten hatte alle Mühe, einen Treffer für den SV Thülen abzuwehren.

Im Gegenzug operierte der Gast aus Herford mit langen Bällen auf ihre schnelle Außenspielerinnen. Doch diese waren in der Thülener Abwehrreihe um Victoria Rollmann und Anna Korsinski sehr gut aufgehoben.

In der 28. Spielminute belohnte sich der SV Thülen dann endlich für seine Überlegenheit. Abwehrspielerin Luisa Becker, die eine sehr gute Partie absolvierte, packte ihre linke Klebe aus. Ihr Geschoss landete im langen Eck des Herforder Gehäuses.

Nur 6 Minuten später konnte der Gast allerdings überraschend und mit dem ersten Torschuss zum 1:1 (34.) ausgleichen. Einen Freistoß über die Thülener Mauer konnte Nadine Tontara nicht abwehren, sodass die Uhren wieder auf Null gestellt wurden. Davon ließen sich die SVT-Damen allerdings nicht großartig beeindrucken. Jessica Krefeld leitete mit einem prima Zuspiel auf Außenläuferin Maja Waßmann einen mustergültigen Spielzug ein. Der Wirbelwind ließ dann gleich mehrere Gästespielerinnen wie Slalomstangen stehen und hatte dann noch das Auge für Spielführerin Anna Hammerschmidt. Diese verwerte die Hereingabe mit einem unhaltbaren Hammer zum 2:1 (39.). Mit diesem Zwischenergebnis ging es dann zum Pausentee.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie dann weiter an Fahrt auf und die Zuschauer am Thülener Rasenplatz bekamen so einiges geboten.

In der 55. Minute konnte dann die U23 des Herforder SV wieder jubeln. Wieder war es eine Standardsituation, die zum Erfolg für den Gast führte. Ein Freistoß aus dem Halbfeld landete im langen Eck von Torfrau Nadine Tontara. Mit dem nun zweiten wirklichen Torschuss erzielten die Rot-Weißen ihren Treffer zum 2:2.

Da zwischenzeitlich bekannt wurde, dass der bis dato ungeschlagene Tabellenführer FSV Gütersloh 2009 II beim Aufsteiger TuS Langenheide ebenfalls Punkte liegen gelassen hat, witterte der SVT die Chance, sich durch einen dreifachen Punktgewinn im oberen Tabellenviertel festzusetzen. Somit forcierten die SVT-Kickerinnen immer weiter ihre Offensivbemühungen.

Sie spielten druckvoll nach vorne und erarbeiteten sich dadurch einige vielversprechende Torgelegenheiten. In der 73. Minute konnte Torjägerin Laura Vorderwülbecke in den Strafraum eindringen. Doch die Angreiferin wurde hier regelwidrig von den Beinen geholt. Schiedsrichter Josef Lenze zeigte umgehend auf den Elfmeterpunkt.

Den fälligen Strafstoß verwandelte Spielführerin Anna Hammerschmidt gewohnt souverän zum 3:2. In der Folgezeit hatten die SVT-Kickerinnen sogar noch einige Möglichkeiten, das Ergebnis höher zu gestalten und damit den Sack zu zumachen. Dieses sollte den Gastgebern leider nicht gelingen. So kam es dann wie es kommen musste. Der Herforder SV konnte mit seinem letzten Angriff durch eine Bogenlampe ins lange Eck zum 3:3 in der 90. Minute ausgleichen.

Doch das sollte es glücklicherweise für den SV Thülen noch nicht gewesen sein. In der Nachspielzeit wurde Carolin Lingenauber von einer Gästespielerin gefoult, sodass Referee Lenze auf Freistoß entschied. Er zeigte an, dass dieses die letzte Aktion des Spiels sein wird. Spielführerin Anna Hammerschmidt legte sich den Ball zurecht und hämmerte diesen unhaltbar aus gut 20 Metern zum 4:3 Siegtreffer unter die Querlatte. Der Schlusspfiff durch den Unparteiischen ging danach im Thülener Freudenjubel fast unter.

Durch den 5. Saisonsieg hat sich die Mannschaft von Trainer Frederik Leikop aktuell den vierten Tabellenplatz gesichert und reist am kommenden Sonntag zum Topspiel nach Werther (2.).

Für den SV Thülen spielten:

Nadine Tontara, Victoria Rollmann, Anna Korsinski, Luisa Becker (85. Daniela Bugno), Neele Dietrich, Carolin Lingenauber, Maja Waßmann, Celine Klärner (73. Zoe Brinkmöller), Jessica Krefeld, Anna Hammerschmidt und Laura Vorderwülbecke

Schiedsrichter: Josef Lenze (TuS Jahn Berge)

Tore:

3 x Anna Hammerschmidt

1 x Luisa Becker

  •  Hart umkämpft war die Partie des SV Thülen gegen den Herforder SV Borussia Friedenstal II – Spielführerin Anna Hammerschmidt und Maja Waßmann.  
  •  Carolin Lingenauber in Aktion.  
  •  Luisa Becker, Celine Klärner und Jessica Krefeld (von links nach rechts) haben den Herforder SV fest im Blick. 
  •  Luisa Becker (vorne) eröffnete mit ihrem ersten Saisontreffer in der 28. Spielminute den Torreigen. 

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