17. September 2018 Langenheider Abwehrbollwerk beschert Thülen erste Saisonniederlage

Anna Hammerschmidt

TuS Langenheide – SV Thülen 2:1 (0:0)

Gegen den Aufsteiger TuS Langenheide konnte Trainer Frederik Leikop nicht seine gewohnte Anfangself aufbieten. Dem Coach fehlten mit Saskia Schrewe (krank), Celine Klärner (Urlaub) und Anna Korsinski (Urlaub) gleich drei wichtige Spielerinnen. Zudem saß Top-Torjägerin Laura Vorderwülbecke krankheitsbedingt erstmal auf der Ersatzbank.

Der Gastgeber aus dem Kreis Gütersloh stand von Beginn an sehr tief in der eigenen Spielhälfte. Sie schienen gehörigen Respekt vor der Mannschaft aus dem Altkreis Brilon zu haben, die mit drei deutlichen Siegen in die Saison gestartet ist und somit als Tabellenführer auflief. Die Schwarz-Weißen bauten ein regelrechtes Abwehrbollwerk auf. Die Räume wurden sehr eng gemacht, sodass für die SVT-Damen kaum ein Durchkommen war. Dem TuS war anzumerken, dass das Hauptaugenmerk auf das Verteidigen gelegt wurde. Eine äußerst defensive Grundordnung des Gastgebers sorgte dafür, dass es wahrlich kein schön anzuschauendes Spiel war. Die destruktive Spielweise ließ sehr wenige gute Torchancen für den Tabellenersten aus Thülen zu. Leider wurden die überschaubaren Torgelegenheiten bei einem deutlichen Übergewicht an Ballbesitz nicht genutzt.

Da der Aufsteiger aufgrund seiner passiven Spielweise auch keine Torchance verzeichnen konnte, ging es mit einem torlosen Remis in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Mannschaft um Spielführerin Anna Hammerschmidt nochmal ordentlich den Druck. Die Torabschlüsse wurden jetzt noch zwingender. Doch der Ball wollte einfach nicht in das Gehäuse des Gegners. So kam es wie es kommen musste, wenn man vorne das Tor nicht macht.

Die Gäste aus dem Sauerland wurden in der 70. Spielminute regelrecht ausgekontert. Ein Heber über die herauseilende Thülener Schlussfrau Nicole Arning fand den Weg ins Netz.

Mit dem Führungstreffer für den TuS war das Spielgeschehen wahrlich auf den Kopf gestellt. Die TuS-Spielerinnen konnten es selbst kaum glauben, dass sie gegen den Favoriten nun in Front lagen.

Kurze Zeit später wurde es auf der Langenheider Seite sehr turbulent. Eine Spielerin verletzte sich am linken Fuß und musste mit Verdacht auf Bänderriss vorzeitig das Spielfeld verlassen.

Da der TuS nur eine Auswechselspielerin auf der Bank hatte, musste diese sofort ran. Dabei handelte es sich allerdings um die Ersatztorfrau, die nun ihr Glück im Feld probieren musste.

Der Einsatz von der eingewechselten TuS-Spielerin sollte nur gute 2 Minuten dauern. Ohne Fremdeinwirkung zog sich die Ergänzungsspielerin eine äußerst schwere Fußverletzung zu, bei der sowohl das Fußgelenk ausgekugelt war, das Wadenbein gebrochen schien und etliche Bänder in Mitleidenschaft gezogen worden sind.

Schnell wurde ein Rettungswagen mit Notarzt herbeigerufen. Das alles passierte gute 10 Minuten vor dem Spielende. Die Partie wurde aufgrund der schweren Verletzung für eine halbe Stunde unterbrochen. Nach dem Abtransport lief das Spiel – natürlich unter dem Eindruck der beiden Verletzungen – weiter. Mangels Auswechselmöglichkeiten musste der Aufsteiger mit 10 Spielerinnen weitermachen. Neben der spielerischen Überlegenheit war der SVT dem Gastgeber nun auch zahlenmäßig überlegen. Doch leider konnte der Tabellenführer daraus kein Kapital schlagen. Der Ball wollte einfach nicht über die Linie. In der 85. Minute war es dann der TuS Langenheide, der eine Unsicherheit in der Thülener Abwehr nutzen konnte und mit dem überraschenden Treffer zum 2:0 einnetzte.

Nur 4 Minuten später schaffte Spielführerin Anna Hammerschmidt zwar noch den Anschlusstreffer zum 2:1 (89.). Für mehr sollte es an diesem Spieltag aber leider nicht reichen.

Trainer Frederik Leikop hatte sich beim Aufsteiger in Langenheide natürlich mehr erhofft. Da man über die gesamte Spielzeit das bessere Team war und der Gastgeber eher destruktiv agierte, ist die Niederlage sehr unglücklich. Man hat sich gegen einen sehr tief stehenden Gegner sehr schwer getan und nicht die richtigen Mittel für einen weiteren Sieg gefunden.

Aufgrund der Niederlage sind die SVT-Kickerinnen auf den 3. Tabellenplatz abgerutscht. Schon am kommenden Wochenende kommt es zum Spitzenspiel gegen den Westfalenliga-Absteiger und aktuell Führenden FSV Gütersloh 2009 II.

Für den SV Thülen spielten:

Nicole Arnining, Kristin Menke (60. Zoe Brinkmöller), Victoria Rollmann, Luisa Becker, Rafaela Hanke, Carolin Lingenauber, Neele Dietrich, Jessica Krefeld, Anna Hammerschmidt, Sarah Hoffmann (80. Laura Vorderwülbecke) und Maja Waßmann

Tore:

1 x Anna Hammerschmidt

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