02. September 2019 Leistungssteigerung der Thülener Fußballdamen wird nicht belohnt

SV Thülen – SC Borchen 3:4 (1:2)

Gegenüber der erschreckend schwachen Partie bei Phönix Höxter nahm Trainer Frederik Leikop im zweiten Saisonspiel gegen den SC Borchen ein paar Veränderungen in der Startformation vor. Der Coach musste urlaubsbedingt auf die beiden Abwehrrecken Anna Korsinski und Saskia Schrewe verzichten. Des Weiteren fehlten in der Offensive Alessa Wübbeke und Carolin Lingenauber (Oberschenkelprobleme) konnte angeschlagen nur auf der Bank Platz nehmen.

Doch es gab auch positive Nachrichten für den besorgten Trainerfuchs aus Thülen. Mit Teresa Schulte zeigte sich Neuzugang Nummer vier einsatzbereit. Die 16-jährige Brilonerin hat ihre schwerwiegende Verletzung im Sprunggelenk, die sie sich März diesen Jahres zugezogen hat, auskuriert. In den letzten Trainingseinheiten hat sich das Nachwuchstalent schon in einer sehr guten Verfassung gezeigt und drängte förmlich auf ihren ersten Einsatz im Thülener Trikot. Zudem konnte der Coach auf die Dienste von Wirbelwind Maja Waßmann (19) zurückgreifen.

Der SC Borchen, der im Sommer von der Westfalen- in die Landesliga abgestiegen ist, war der erwartet schwere Gegner. Sehr robust und mit vielen langen Bällen in die Schnittstelle der Thülener Viererkette versuchte die Mannschaft von Trainerin Sabrina Schütte zum Torerfolg zu kommen.

Dort traf der erfahrene Sportclub aus dem Paderborner Stadtgebiet auf eine junge, aber sehr aufopferungsvoll kämpfende Thülener Hintermannschaft. Neben der routinierten Rafaela Hanke (27) war die Thülener Defensive mit Jessica Krefeld (20) und den beiden Neuzugängen Katharina Philipp (16) und Teresa Schulte (16) mit den jüngsten Kickerinnen im Team besetzt.

Aber das sollte sich keinesfalls als Nachteil erweisen. Abgeklärt und mit viel Übersicht ging Teresa Schulte im Stile eines Mats Hummels zu Werke. Und an der wieselflinken Kathi ist kaum ein Vorbeikommen. Hier glänzt die 16-Jährige mit top Zweikampfwerten.

Die Thülener Fußballdamen brauchten gut eine Viertelstunde um richtig in die Partie zu kommen. Der Gast aus Borchen fing sehr früh an zu pressen und zwang den SVT dadurch zu Fehlern.

Aus dieser Druckphase konnte der SCB allerdings kein Profit schlagen. Vielmehr war es der SV Thülen, der die Führung erzielen konnte.

In der 18. Spielminute machte sich Maja Waßmann auf den Weg in Richtung gegnerisches Tor. In ihrer unnachahmlichen Art setzte sich die Brilonerin gleich gegen mehrere Gegenspielerinnen durch und erzielte das 1:0. Leider sollte die Führung nur eine Minute halten. Dann schafften die Blau-Schwarzen nach einem Freistoß den Ausgleich per Kopf zum 1:1 (19.).

Der SC Borchen war sicher die etwas bessere Mannschaft im ersten Durchgang, aber das Team vom Thülener Scheid konnte sich immer wieder befreien und ein paar sehr hoffnungsvolle Angriffsaktionen fahren. Schade nur, dass hier der zweite Treffer erstmal nicht fallen sollte. Auf der Gegenseite konnte der SC Borchen in der 42. Spielminute das Spiel drehen und mit einer 2:1-Führung in die Halbzeitpause gehen.

Für die zweite Spielhälfte hatte sich die Mannschaft von Coach Leikop einiges vorgenommen. Es war noch nichts verloren und mit der Leistung sollte doch wenigstens ein Punkt drin sein.

Doch leider musste man nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff durch Schiedsrichter Josef Lenze einen weiteren Gegentreffer (46.) hinnehmen. Es wurde zwar noch gemeinschaftlich versucht, den Ball von der Linie zu kratzen, das sollte aber leider nicht mehr gelingen. Da Sina Seipel scheinbar als letzte am Ball war, wertete Schiri Lenze den Gegentreffer als Eigentor von Thülens Neuzugang.

Trotz des 2-Tore-Rückstands gaben sich die Kickerinnen vom SVT nicht auf. Sie kämpften und rackerten um jeden Ball und jeden Zentimeter auf dem Thülener Rasenplatz.

Lohn hierfür war der Anschlusstreffer in der 61. Spielminute. Hier hatte Maja Waßmann mit einer tollen Aktion die Vorarbeit geleistet. Nutznießerin war die aufgerückte Teresa Schulte, die mit einem langen Bein den Ball über die Linie bugsierte. Erster Einsatz im Thülener Trikot und sofort ein Tor erzielt. Das zeigt schon im Ansatz die Klasse der 16-jährigen Brilonerin.

Der SV Thülen war jetzt am Drücker und verlagerte das Spielgeschehen in die Hälfte des SC Borchen. Mit einer taktischen Umstellung forcierte Trainerfuchs Leikop weiter das Pressing auf die Borchener Abwehrreihe. Maja Waßmann und auch Spielführerin Anna Hammerschmidt hatten jeweils eine „Hundertprozentige“ auf dem Schlappen. Leider sollten die beiden Versuche nicht von Erfolg gekrönt sein. So kam es natürlich wie es kommen musste. Der Gast aus Borchen erhöhte in der 89. Spielminute auf 4:2.

Die SVT-Damen bewiesen allerdings Moral und warfen nochmal alles nach vorne. Belohnen konnte sich der Gastgeber mit dem Treffer zum finalen 4:3 (90.). Sina Seipel konnte ein Geschoss von Anna Hammerschmidt per Abstauber verwerten. Damit beendete Schiedsrichter Josef Lenze dann die torreiche und gut besuchte Partie auf dem Thülener Rasenplatz.

Trainer Frederik Leikop war nach dem Abpfiff natürlich nicht glücklich über das Ergebnis. Ein Punkt wäre auf jeden Fall verdient gewesen.

Allerdings kann man auf der gezeigten Leistung aufbauen und mit mehr Fortune im Abschluss wird es sicher auch in Kürze mit dem ersten Punktgewinn klappen.

Für den SV Thülen spielten:

Nicole Arning, Katharina Philipp, Jessica Krefeld, Teresa Schulte, Rafaela Hanke, Neele Dietrich, Celine Klärner, Sina Seipel, Luisa Becker (71. Kristin Menke), Maja Waßmann und Anna Hammerschmidt

Schiedsrichter: Josef Lenze (TuS Jahn Berge)

Tore:

1 x Maja Waßmann

1 x Teresa Schulte

1 x Sina Seipel

  •  Neele Dietrich (links) und Neuzugang Sina Seipel (rechts) versuchen gemeinsam eine Spielerin des SC Borchen zu stoppen.  
  •  Maja Waßmann (links) sorgte für viel Betrieb im Thülener Spiel. Rechts Neuzugang Katharina Philipp, die jetzt schon eine Bank in der Abwehr ist. 

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