05. Oktober 2019 SVT-Damen verkaufen sich teuer den gegen VfL Bochum

SV Thülen – VfL Bochum 0:4 (0:3)

Gegen den Regionalligisten VfL Bochum hatte Trainer Frederik Leikop die Qual der Wahl bei der Aufstellung. Dem Coach standen wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr gleich 5 Ersatzspielerinnen zur Verfügung. Neben Alessa Wübbeke (Handverletzung) zeigte sich auch wieder Zoe Brinkmöller einsatzbereit. Die Abwehrspielerin musste sich im März einer Fuß-OP unterziehen, hat nun aber grünes Licht von ihrem Arzt bekommen. Der jungen Abwehrspielerin steht ein Einsatz nun nichts mehr im Wege.

Der Underdog vom Thülener Scheid wurde sehr gut von Trainerfuchs Leikop auf die Partie gegen den Favoriten aus dem Ruhrpott eingestellt. Da der Pokal sprichwörtlich seine eigenen Gesetze hat, wollte man sich nicht gleich mit einer möglichen Niederlage befassen.

Man wollte sich vor allem nicht so abschlachten lassen wie der LTV v. 61 Lüdenscheid. Der Landesligist aus der Staffel 2 hatte in der 1. Runde im Westfalenpokal bei einem sage und schreibe 23:0 gegen den VfL das Nachsehen.

Die SVT-Kickerinnen machten ihre Sache gegen die Blau-Weißen richtig gut und zeigten eine überaus couragierte Leistung. Sie ließen Bochum, der mit einer sangesfreudigen Fangruppe angereist war, kaum zur Entfaltung kommen. Das hatte sich der Favorit sicher viel einfacher in Thülen vorgestellt.

Die Vorgaben von Trainer Leikop wurden mustergültig in die Tat umgesetzt. Der VfL wurde schon früh bei der Ballannahme gestört, sodass der Gast kaum spielerische Akzente setzen konnte.

Bezeichnend hierfür war, dass die drei Gegentore in der ersten Spielhälfte jeweils recht unglücklich fielen. In der 14. Spielminute konnte Thülens Torfrau Nicole Arning den Ball nicht richtig festmachen. So stand es leider recht schnell 1:0 für die Gäste aus dem Ruhrgebiet. Schade, denn der SV Thülen war zu dem Zeitpunkt richtig gut drin in der Partie.

Eine knappe Viertelstunde später fiel dann das 2:0 (28.) für den VfL Bochum. Vorausgegangen war ein Eckball für den VfL, der aus dem Gewusel heraus einnetzen konnte.

Trotz des Rückstands ließen die SVT-Kickerinnen nicht die Köpfe hängen. Ein Zwei-Ligen-Unterschied war über weite Strecken wahrlich nicht zu erkennen.

Individuell war die Ruhrpott-Elf dem SV Thülen punktuell etwas überlegen, aber im Großen und Ganzen bot der Underdog dem Regionalligisten ordentlich Paroli.

Leider konnte Bochum in der 38. Spielminute noch auf 3:0 erhöhen. Wieder brauchten die Blau-Weißen eine Standardsituation um zum Torerfolg zu kommen. Ein Freistoß aus dem Halbfeld landete im Tor des SVT. Der Schiedsrichter wertete den Kopfball als Eigentor von Spielführerin Anna Hammerschmidt.

Nach dem Seitenwechsel setzte Trainer Leikop alles auf eine Karte. Mit Luisa Becker und Alessa Wübbeke brachte der Coach zwei frische Kräfte in die Partie. Das sollte sich auch gleich bemerkbar machen. Es boten sich einige sehr gute Möglichkeiten für den Gastgeber um den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch ein Tor gegen den Regionalligisten sollte den SVT-Damen leider verwehrt bleiben.

Auch der VfL Bochum konnte sich weiter kaum gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Landesligisten durchsetzen.

Lediglich in der 74. Minute schaffte Bochum einen weiteren Treffer. Das war das Tor zum finalen 4:0. Der SV Thülen ließ trotz schwindenden Kräften bis zum Abpfiff nichts mehr anbrennen.

Auch wenn die Pokalsensation am gut besuchten Thülener Scheid ausgeblieben ist, konnte die Mannschaft um Spielführerin Anna Hammerschmidt das Spielfeld erhobenen Hauptes verlassen.

Das war eine richtig tolle Leistung, die die Spielerinnen gezeigt haben. Damit sollten sie sich auch in der Meisterschaft bald aus dem Tabellenkeller verabschieden.

Für den SV Thülen spielten:

Nicole Arning, Rafaela Hanke (70. Saskia Schrewe), Anna Korsinski, Jessica Krefeld, Teresa Schulte, Katharina Philipp, Anna Hammerschmidt, Sina Seipel, Kristin Menke (46. Luisa Becker), Celine Klärner (46. Alessa Wübbeke) und Maja Waßmann

Schiedsrichter: Tim Feldmann (ESV TuS Altenbeken)

  •  Mit vollem Einsatz gegen den Favoriten aus dem Ruhrpott – hier die eingewechselte Saskia Schrewe 
  •  Die eingewechselte Alessa Wübbeke sorgte nochmal für frischen Wind.  

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