07. April 2019 SV Thülen erwischt in Herford einen gebrauchten Tag

Herforder SV Borussia Friedenstal II – SV Thülen 5:2 (2:1)

Wieder nur mit einer Ergänzungsspielerin an Bord mussten die Fußballdamen beim Auswärtsspiel in Herford antreten. Dem pünktlich von der Klassenfahrt zurückgekehrten Coach Leikop fehlten mit Luisa Becker und Rafaela Hanke erneut zwei wichtige Stammspielerinnen.

Nichtsdestotrotz hatte sich der Tabellenzweite aus Thülen beim Rangneunten in Herford einiges vorgenommen. Die SVT-Damen wollten ihre Siegesserie weiter ausbauen und weitere drei Punkte mit auf die Heimreise nehmen. Dieses Vorhaben wurde allerdings von den Gastgeberinnen schon nach 5 Spielminuten durchkreuzt. Eine verunglückte Flanke von der linken Seite sprang an den Innenpfosten und von da aus direkt ins Thülener Tor. So musste man schon frühzeitig einem unnötigen Rückstand hinterherlaufen.

Das war an diesem Spieltag recht müßig. Bei ungewohnt warmen Wetter auf einem tiefen Rasenplatz in Herford war das Spiel doch sehr kräfteraubend.

Glücklicherweise konnte der Gast aus dem HSK nur drei Minuten später zum 1:1 (8.) ausgleichen. Abwehrchefin Victoria Rollmann setzte mit einem langen Ball Spielführerin Anna Hammerschmidt geschickt in Szene. Diese schloss die Tormöglichkeit eiskalt zum Ausgleich ab.

Auch wenn damit die Uhren wieder auf Null gestellt waren, kam keine Ruhe und vor allem kein Spielfluss ins Thülener Spiel. Die Roten aus der Kreisstadt waren die klar bessere und strukturiertere Mannschaft. Sie spielten clever in die Schnittstellen, sodass sie immer wieder sehr gefährlich in den Thülener Strafraum eindringen konnten. Daraus folgte dann der erneute Führungstreffer zum 2:1 in der 15. Spielminute. Der SV Thülen hatte seine liebe Mühe mit dem sehr motivierten und engagierten Gastgeber. Dieser war gedanklich einfach viel schneller unterwegs.

Zudem machten sich die Thülener Kickerinnen durch eigene Unzulänglichkeiten an diesem Spieltag das Leben selber sehr schwer. Das Spiel des SVT war geprägt von zahlreichen Stockfehlern, Abspielfehlern, Ungenauigkeiten im Spielaufbau und mangelhafter Chancenverwertung.

Die Leikop-Elf schaffte es zu keiner Zeit dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Spielerische Glanzpunkte waren äußerste Mangelware. Die Aktionen wirkten meist sehr zerfahren, träge und unglücklich. Es wurde zwar einiges versucht, doch so richtig zwingend war das alles nicht. Die wenigen Torgelegenheiten wurden recht fahrig liegen gelassen.

Hier hatte vor allem Torjägerin Maja Waßmann in der 44. Spielminute die beste Möglichkeit zum erneuten Ausgleich. Doch ihr Schuss landete in den Armen der gegnerischen Torfrau. Da wäre auf jeden Fall viel mehr drin gewesen. So ging es dann mit einem knappen Rückstand von 1:2 in die Halbzeitpause.

Trainer Frederik Leikop sprach seiner Mannschaft Mut zu. Es war noch nicht alles verloren in Herford und mit einer Leistungssteigerung sollte der Rangneunte noch zu knacken sein.

Besonders in der Viererkette zeigten die Roten Schwächen. Allerdings wurde diese von dem Gast aus dem Altkreis Brilon viel zu wenig beschäftigt.

Nach ein paar taktischen Änderungen ging es dann raus zum zweiten Durchgang.

Mitten in die Drangphase des SV Thülen konnte die zweite Welle des Herforder SV leider in der 55. Minute den dritten Treffer erzielen. Dieser ging auf das Konto von Thülens Abwehrspielerin Anna Korsinski. In einer Rettungsaktion sprang ihr der Ball so unglücklich ans Knie, dass auch Thülens Torfrau Nicole Arning machtlos war.

Die SVT-Damen ließen die Köpfe trotzdem nicht hängen. In der 60. Spielminute schafften die SVT-Kickerinnen dann den Anschlusstreffer. Eine passgenaue Flanke von Spielführerin Anna Hammerschmidt fand Carolin Lingenauber als Abnehmerin, die mit ihrem zweiten Saisontreffer auf 3:2 verkürzen konnte.

Es sah so aus als hätte sich der Gast aus Thülen so langsam berappelt. Im Spiel nach vorne hatte man einige sehr vielversprechende Aktionen. Mit etwas mehr Geschick im Abschluss hätte hier sicher frühzeitig der Ausgleich fallen können bzw. müssen. Auf der Gegenseite wurde die Mannschaft von Trainer Frederik Leikop für ihr schwaches Spiel vom Herforder SV postwendend bestraft.

Nach einem Eckball konnte der Gastgeber den alten Abstand wieder herstellen und zog auf 4:2 (67.) davon.

Zwar motivierte sich der SVT immer wieder und versuchte alles, was irgendwie möglich war. Doch es war einfach nicht der Tag des Tabellenzweiten. Vielmehr erwischten die SVT-Damen einen äußerst gebrauchten Tag. Diesen bestrafte der Herforder SV II in der 84. Minute dann noch mit dem Treffer zum finalen 5:2.

Mit 5 Gegentreffern ist das Endergebnis auf jeden Fall zu hoch ausgefallen. Wobei man allerdings anerkennen muss, dass der Sieg für die Kreisstädterinnen schon verdient ist.

Es war sicherlich mit das schlechteste Saisonspiel des SV Thülen.

Dieses gilt es nun schnell zu vergessen und einen dicken Haken dran zu machen. Mund abwischen und volle Konzentration auf die nächsten Aufgaben.

Durch die 6. Saisonniederlage ist der SV Thülen auf den 3. Platz abgerutscht. Der BV Werther, der sein Heimspiel mit einem 8:2 gegen den Aufsteiger Phönix 95 Höxter gewinnen konnte, nutzte die Gunst der Stunde mit dem Sprung auf Tabellenplatz 2. Allerdings können am kommenden Wochenende die Verhältnisse wieder gerade gerückt werden.

Dann präsentiert sich der neue Rangzweite als Gast am Thülener Scheid.

Für den SV Thülen spielten:

Nicole Arning, Neele Dietrich, Victoria Rollmann, Anna Korsinski, Saskia Schrewe, Carolin Lingenauber, Celine Klärner, Sarah Hoffmann (54. Kristin Menke), Jessica Krefeld, Maja Waßmann und Anna Hammerschmidt

Tore:

1 x Anna Hammerschmidt

1 x Carolin Lingenauber

  •  Spielmacherin Jessica Krefeld in Aktion.  
  •  Spielführerin Anna Hammerschmidt konnte trotz ihres Ausgleichstreffers die Niederlage in Herford nicht verhindern.  
  •  Carolin Lingenauber hatte im defensiven Mittelfeld alle Hände voll zu tun.  
  •  Die eingewechselte Kristin Menke verteidigt den Ball. Im Hintergrund beobachtet Victoria Rollmann die Szene.  

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