10. März 2020 Thülener Damen mit Auswärtssieg in Herford

Thülens Nummer 10, Anna Hammerschmidt, sichert SV Thülen Auswärtssieg in Herford.

Herforder SV Borussia Friedenstal II – SV Thülen 2:4 (1:1)

Nach dem eher mauen Auftritt am Freitagabend im Viertelfinale des Kreispokals beim TuS Medebach führte die Reise der Fußballdamen des SV Thülen am Sonntag zum Herforder SV Borussia Friedenstal II. Der Gastgeber aus der Kreisstadt belegt genau wie die erste Frauenmannschaft (Regionalliga) abgeschlagen den letzten Platz in der Tabelle.

Daher war die Marschroute von Trainer Frederik Leikop klar. Alles andere als ein Auswärtssieg duldete der Coach nicht. Und wäre natürlich auch ziemlich peinlich, denn das Schlusslicht hat bis dato erst zwei magere Pünktchen auf seinem Konto.

Allerdings wurde die Partie auf dem Herforder Kunstrasenplatz keine so klare Angelegenheit wie sich das Trainer- und Betreuerteam erhofft hatte. Zwar waren die Gäste aus dem Altkreis Brilon spielbestimmend und optisch überlegen, aber so richtig Kapital konnten sie nicht daraus schlagen. Der erste Warnschuss von Spielführerin Anna Hammerschmidt klatschte dazu auch noch an die Querlatte. Daher mussten die Grün-Weißen bis zur 23. Spielminute warten bis sie zum ersten Mal jubeln durften. Thülens Nummer 10 wurde kurz vor der Strafraumgrenze regelwidrig von den Beinen geholt. Klar, dass sich Hammerschmidt diese Gelegenheit nicht nehmen ließ und den Ball in ihrer bekannten Manier in die Maschen hämmerte.

Doch leider sollte die Führung für die SVT-Damen nicht lange von Bestand sein. In der 31. Minute schaffte das Kellerkind den Ausgleich zum 1:1. An dem Geschoss was man unter dem Begriff „Sonntagsschuss“ einordnen kann war Thülens Torfrau Nicole Arning machtlos.

Bis zum Halbzeitpfiff sollte sich dann auf beiden Seiten nichts Großartiges mehr ereignen. Viele Spielunterbrechungen durch etliche Fouls – hauptsächlich durch die des Gastgebers – ließen oftmals keinen richtigen Spielfluss zu. Auch agierte man auf Thülener Seite zu kompliziert im Abschluss und schenkte viele Bälle leichtfertig her.

In dem zweiten Durchgang waren noch nicht einmal zwei Minuten gespielt, da konnte der SV Thülen den alten Abstand wiederherstellen. Wirbelwind Jessica Krefeld war es, die mit ihrer feinen Technik die Führung erzielen konnte. Sie durfte sich damit über ihren ersten Saisontreffer freuen. Aber auch die erneute Führung brachte keine Souveränität in das Thülener Spiel. Es sah zwar schon um Längen besser aus als am Freitagabend, aber so richtig zufrieden konnte Trainer Leikop nicht sein. So kam es natürlich wie es kommen musste. Der Herforder SV konnte auch die zweite Thülener Führung ausgleichen (70.).

Trotz der beiden Gegentreffer steckten die Kickerinnen vom Thülener Scheid nicht auf. Sie wollten sich nicht die Blöße eines Punktverlusts gegen den Tabellenvierzehnten geben.

Nur drei Minuten nach dem Ausgleich der Gastgeberinnen war wieder Anna Hammerschmidt zur Stelle. Ein perfekter Eckball von Jessica Krefeld landete auf dem Kopf von Thülens Kapitänin. Diese verwandelte mustergültig zum 3:2 (73.). Weitere 5 Minuten später konnte sich dann Thülens Ausnahmekickerin zum dritten Mal in die Torschützenliste eintragen.

Einen Abpraller im Strafraum bugsierte die Torjägerin erfolgreich im Kasten des Schlusslichts.

Bis zum Abpfiff passierte dann nicht mehr viel Spannendes. Schön anzuschauen war der Kick über weite Strecke nicht unbedingt, sodass Coach Leikop drei Kreuzzeichen machte als der erlösende Schlusspfiff kam.

Anna Hammerschmidt belegt übrigens mit nun 21 Saisontreffern hinter Merle Liedmeier (24) vom SC Borchen den 2. Platz in der Torjägerliste.

Für den SV Thülen spielten:

Nicole Arning, Teresa Schulte, Victoria Rollmann (46. Katharina Philipp), Saskia Schrewe, Zoe Brinkmöller (65. Luisa Becker), Carolin Lingenauber, Jessica Krefeld, Celine Klärner, Alessa Wübbeke, Maja Waßmann und Anna Hammerschmidt

Tore:

3 x Anna Hammerschmidt

1 x Jessica Krefeld

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