14. April 2019 SV Thülen erobert sich Tabellenplatz 2 zurück

SV Thülen – BV Werther 3:1 (0:0)

Die Fußballdamen des SV Thülen haben das Spitzenspiel gegen den ärgsten Verfolger BV Werther verdient mit 3:1 (0:0) gewonnen und sich mit dem 13. Saisonsieg Tabellenplatz 2 zurückgeholt.

Trainer Frederik Leikop richtete vor der Partie deutliche Worte an seine Mannschaft. Noch immer haderte der Coach mit der unterirdischen Darbietung am vergangenen Sonntag beim Herforder SV Borussia Friedenstal II. In der Partie ließ man eigentlich alles vermissen, was die SVT-Damen in dieser Saison so stark gemacht hat.

Das sollte sich im Heimspiel gegen den BV Werther auf keinen Fall wiederholen. Nur mit einer konzentrierten Leistung würde man dem Gast aus dem Kreis Gütersloh die dritte Saisonniederlage beibringen können.

Mit einer ausgeklügelten Taktik stellte der Trainerfuchs seine Mannschaft auf die Partie gegen das Team mit der besten Abwehr in der Staffel 1 ein. Mit nur 17 Gegentreffern in 19 Spielen sind die Schwarz-Weißen aus Werther das Maß aller Dinge was die Defensivarbeit angeht. Gegenüber stand der herausragenden Abwehr allerdings der beste Angriff in der Landesliga Staffel 1.

Somit war es natürlich sehr spannend welcher Mannschaftsteil sich an diesem Spieltag durchsetzen würde.

Im ersten Durchgang passierte nicht viel Spannendes auf beiden Seiten. Vieles spielte sich im Mittelfeld beider Mannschaften ab. Nennenswerte Torchancen waren hüben wie drüben eher Mangelware. Der Thülener Offensivmotor war zwar gewillt, aber noch ohne große Durchschlagskraft. Auf der Gegenseite hatte die Thülener Abwehr um Anna Korsinski und Victoria Rollmann den Gast aus Werther sehr gut im Griff. Torfrau Nicole Arning wurde daher nicht ernsthaft gefordert.

Den Zuschauern am Thülener Ascheplatz bot sich eine erste Spielhälfte, die geprägt war von Taktik und wenig Torraumszenen. Es war ein Spiel auf Augenhöhe.

In der Halbzeitpause hatte der Thülener Coach nichts zu bemängeln. Seine Mannschaft hatte bis dato seine Vorgaben, was Taktik und Einsatz anging, zu seiner vollsten Zufriedenheit umgesetzt. Es fehlte lediglich nur noch ein Treffer zum Thülener Glück.

Damit ließen die SVT-Damen nach dem Wiederanpfiff dann nicht lange auf sich warten. In der 49. Spielminute klingelte es dann endlich im Gehäuse des BV Werther. Torjägerin Maja Waßmann fasste sich ein Herz und dribbelte sich durch die linke Angriffsseite bis runter zur Grundlinie. Ihren Rückpass in die Mitte fand Spielführerin Anna Hammerschmidt als Abnehmerin, die in ihrer bekannten Manier mit einem tollen Fernschuss erfolgreich einnetzen konnte.

Damit war der erste Schritt in Richtung Heimsieg getan. Man hatte den Gast aus Werther nun sehr gut im Griff und erspielte sich immer mehr aussichtsreiche Torgelegenheiten. Die nächste sich bietende Chance zum zweiten Treffer nutzte Vorlagengeberin Maja Waßmann dann selbst und baute mit ihrem Tor zum 2:0 in der 57. Minute den Vorsprung weiter aus.

Nun bekamen die Zuschauer am Scheid immer mehr das gewohnte und gefürchtete Thülener Offensivspiel zu sehen. Vieles fand nun in der Spielhälfte der Mannschaft in Schwarz-Weiß statt.

Nur in der 72. Minute hatte der Gastgeber das Nachsehen. Ein Fernschuss aus dem Halbfeld landete für Thülens Torfrau Nicole Arning unhaltbar im langen Eck.

Mitten in die Drangphase konnte der BV Werther somit auf 2:1 verkürzen. Doch davon ließen sich die SVT-Kickerinnen nicht großartig beeindrucken. Sie legten nur 8 Minuten später einfach den nächsten Treffer nach und stellten damit den alten 2-Tore-Abstand wieder her. Wieder war es Wirbelwind Maja Waßmann, die ihre Farben jubeln lassen konnte.

In den letzten Spielminuten ließen die Gastgeberinnen nichts mehr anbrennen, sodass es letztlich beim verdienten 3:1-Heimsieg für die Mannschaft von Trainer Frederik Leikop bleiben sollte.

Eine Schrecksekunde erlebten die SVT-Damen allerdings noch kurz vor dem Abpfiff. Die in der 62. Minute eingewechselte Rafaela Hanke blieb nach einem Zweikampf verletzt liegen und konnte nicht mehr weiterspielen. Sie wurde durch Sarah Hoffmann ersetzt. Glücklicherweise bestätigte sich nur wenige Minuten später der Verdacht einer erneut schweren Verletzung nicht.

Aufatmen beim Tabellenzweiten, der personell seit einigen Wochen schon auf dem Zahnfleisch geht. Daher kam Oldie und Notnagel Daniela Bugno (33) zu ihrem dritten Einsatz in dieser Saison.

Trainerfuchs Frederik Leikop war nach dem erfolgreichen Spitzenspiel natürlich versöhnlich gestimmt. Die gute Leistung gegen den defensivstarken BV Werther macht die Schmach in Herford nun vergessen. Der BV Werther hat im Übrigen erst 3 Niederlagen hinnehmen müssen – zwei davon gegen den SV Thülen.

Und auch das Hinspiel auf dem Kunstrasenplatz im Kreis Gütersloh endete im letzten Jahr übrigens mit einem 3:1 für den SV Thülen.

Der BV Werther scheint sich mittlerweile zu einer Mannschaft gemausert zu haben, die dem SV Thülen sehr gut liegt ;-)

Für den SV Thülen spielten:

Nicole Arning, Saskia Schrewe (66. Daniela Bugno), Victoria Rollmann, Anna Korsinski, Luisa Becker (62. Rafaela Hanke/80. Sarah Hoffmann), Carolin Lingenauber, Jessica Krefeld, Kristin Menke, Celine Klärner, Anna Hammerschmidt und Maja Waßmann

Schiedsrichter: Andreas Dinkel (TSV Bigge-Olsberg)

Tore:

2 x Maja Waßmann

1 x Anna Hammerschmidt

  •  Maja Waßmann war mit ihren beiden Treffern mal wieder maßgeblich am Thülener Erfolg beteiligt. 
  •  Thülens Abwehrchefin Victoria Rollmann (Nr. 4) in Aktion.  

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