14. Oktober 2019 SV Thülen bringt Punkt aus Hövelhof mit

Hövelhofer SV – SV Thülen 1:1 (1:1)

Mit einem dezimierten Kader ging es für die Fußballdamen des SV Thülen am 8. Spieltag auf die Reise nach Hövelhof. Coach Leikop fehlten mit Rafaela Hanke (Urlaub), Luisa Becker (Familienfeier) und Anna Korsinski (verletzt/krank) fast die komplette Abwehr. Daher wurde Spielführerin Anna Hammerschmidt in die Viererkette beordert.

Dass das ein feiner Schachzug von Trainerfuchs Frederik Leikop war, das sollte der weitere Spielverlauf zeigen.

Auf der Ersatzbank nahm neben Küken Zoe Brinkmöller (16) das Thülener Urgestein Ilona „Lilo“ Vonnahme Platz. Die 37-Jährige hatte sich kurzerhand dazu bereiterklärt, den Fußballmädels als Notnagel auszuhelfen. Das fand im Thülener Tross natürlich große Anerkennung.

Die SVT-Kickerinnen wurden taktisch sehr gut von ihrem Trainer eingestellt. Dieser hatte sich wie immer bestens auf den Gegner vorbereitet und wusste um dessen Stärken.

Die Gäste aus dem Altkreis Brilon kamen daher sehr gut in die Partie auf dem Kunstrasenplatz in der Waldkampfbahn.

Bereits in der 8. Spielminute zappelte der Ball im Tor des Hövelhofer SV. Ein Freistoß von Anna Hammerschmidt landete auf dem Fuß von Sina Seipel. Diese setzte das passgenaue Zuspiel mit einem technisch astreinen Spannschuss in die Maschen. Damit hatte man dem Gastgeber frühzeitig gezeigt, dass mit dem SV Thülen wieder zu rechnen ist.

Im weiteren Spielverlauf entwickelte sich ein sehr ansehnliches Match bei bestem Fußballwetter. Beide Mannschaften gingen hochmotiviert zu Werke und wollten ihren Positivtrend mit einem guten Ergebnis weiter ausbauen. Die Roten des HSV agierten meist mit langen Bällen auf die schnellen Angreiferinnen. Diese Marschroute hatte man auf Thülener Seite allerdings schnell erkannt und konnte sich daher gut darauf einstellen. Hier verrichtete die Abwehrreihe um Spielführerin Anna Hammerschmidt einen konzentrierten Job.

Vor allem Innenverteidigerin Teresa Schulte biss auf die Zähne. Die 16-Jährige ging mit einer Erkältung und einer leichten Zerrung im Oberschenkel in das Spiel.

In der 30. Spielminute erzielte dann der Gastgeber den Ausgleichstreffer zum 1:1. In der Situation schaffte es der SVT leider nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern.

Von dem Ausgleich ließen sich die Grün-Weißen allerdings nicht aus der Bahn werfen. Sie versuchten weiter den HSV vom eigenen Tor fernzuhalten und den ein oder anderen Nadelstich zu setzen. In der Offensive zeigte Neuzugang Alessa Wübbeke wieder eine enorme Laufleistung.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie auf dem Kunstrasenplatz immer weiter an Fahrt auf. Der Gastgeber aus dem Kreis Paderborn legte eine teilweise sehr harte und unfaire Gangart an den Tag. Diese wurde von dem Schiedsrichter oftmals nicht unterbunden. Das stachelte den SVT auf der Gegenseite ebenfalls an und der Gast aus dem Altkreis Brilon hielt jetzt auch richtig dagegen.

Hier kam es in der Folgezeit zu vielen hitzigen Duellen, krachenden Zweikämpfen und am Ende zu insgesamt 7 gelben Karten (4 x Hövelhof, 3 x Thülen).

Auch an Torchancen sollte es in den zweiten 45 Minuten nicht mangeln. Die besseren hatten hier die Gäste in grün. Sie waren dem Siegtreffer näher als der Tabellensechste aus Hövelhof.

An Spannung war die Partie kaum zu überbieten. Diese stand sprichwörtlich „Spitz auf Knopf“, O-Ton Sponsor André „Munte“ Leikop.

Die zahlreich mitgereisten Thülener Zuschauer fieberten mit ihrer Mannschaft und haderten mit den Chancen, die letztendlich nicht genutzt wurden.

Somit sollte es am Ende bei dem 1:1 bleiben. Damit konnten beide Mannschaften doch ganz gut leben. Für die Moral war es auf jeden Fall gut, dass man sich nicht noch einen Gegentreffer eingefangen hat und nun im dritten Spiel in Folge unbesiegt bleibt.

Für SVT-Coach Leikop war die Punkteteilung allerdings ein ganz ungewohntes Gefühl. Das letzte Remis erspielte sich der SV Thülen in der Saison 2017/2018.

Durch den Punkgewinn haben sich die SVT-Kickerinnen auf den 7. Tabellenplatz verbessert. Es geht somit weiter bergauf.

Für den SV Thülen spielten:

Nicole Arning, Katharina Philipp, Anna Hammerschmidt, Teresa Schulte, Saskia Schrewe (80. Zoe Brinkmöller), Carolin Lingenauber, Sina Seipel, Celine Klärner, Kristin Menke, Maja Waßmann und Alessa Wübbeke

Tore:

1 x Sina Seipel

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