16. September 2019 Tag der offenen Tür in Stirpe

SV Germania Stirpe – SV Thülen 9:4 (2:2)

Nachdem die Thülener Fußballdamen am 3. Spieltag kampflos zu den ersten 3 Punkten gekommen sind, ging es an diesem Sonntag zum Auswärtsspiel in den Kreis Soest.

Hier wartete der Rangsiebte SV Germania Stirpe aus dem Stadtgebiet Erwitte auf den SV Thülen.

Dieser musste die Reise ohne Trainer Frederik Leikop (Rückreise Portugal) sowie ohne die Spielerinnen Rafaela Hanke (Examensvorbereitung) und Kristin Menke (verletzt) antreten.

Somit hatte man mit Abwehrspielerin Saskia Schrewe und der angeschlagenen Carolin Lingenauber (muskuläre Probleme) nur zwei Akteurinnen auf der Ersatzbank.

Trotz der personellen Notlage hatten sich die Gäste aus dem Altkreis Brilon, die von Spielführerin Anna Hammerschmidt gecoacht wurden, in Stirpe einiges vorgenommen. Es sollte endlich mit dem ersten selbst herausgespielten dreifachen Punktgewinn klappen. Daher war die Marschroute klar – nicht lange warten, sondern gleich mit Volldampf in Richtung Stirper Gehäuse.

In den ersten zwanzig Minuten sah es sogar sehr danach aus als ob die SVT-Kickerinnen ihren Plan erfolgreich in die Tat umsetzen konnten.

Celine Klärner war es, die in der 17. Spielminute den Treffer zum 1:0 für den SV Thülen erzielen konnte. Die Vorarbeit leistete Angreiferin Alessa Wübbeke, die wieder sehr lauffreudig und engagiert zu Werke ging. Nur drei Minuten später konnte sich Neuzugang Sina Seipel in die Torschützenliste eintragen (20.). Einen Alleingang schloss die 17-Jährige mit viel Überblick ab.

In der Folgezeit ergaben sich für die Gäste aus dem Sauerland sogar noch gute Gelegenheit mit dem ein oder anderen Treffer den Sack vorzeitig zu zumachen. Leider ließ die Mannschaft von Spielertrainerin Anna Hammerschmidt diese vielversprechenden Torchancen ungenutzt liegen.

Dieses bestrafte die Germania noch vor dem Seitenwechsel gnadenlos. In der 30. Spielminute konnte der Gastgeber auf 2:1 verkürzen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff bekamen die Stirper Damen dann noch einen Elfmeter geschenkt. Eine wirklich strafstoßunwürdige Situation bewertete der Referee leider viel zu hart und entschied auf Elfmeter. Selbst der Gastgeber war über den Pfiff mehr als erstaunt, nahm aber das Geschenk vom Unparteiischen aber dankend zum 2:2 (45.) an.

Nach dem Seitenwechsel wollten die SVT-Damen an die guten 20 Minuten aus der ersten Halbzeit anknüpfen. Die Germania aus Stirpe war kein Gegner, den man nicht hätte schlagen können. Besonders die Hintermannschaft und auch die gegnerische Torfrau wirkten nicht immer sattelfest. Doch leider schafften es die SVT-Damen nicht, diese Unsicherheiten durch Tore auszunutzen.

Im Gegenzug agierten die Hausherrinnen viel cleverer und abgezockter als der SV Thülen. Sie kamen durch ihre pfeilschnellen Angreiferinnen über die Außenbahnen immer wieder sehr gefährlich vor das Thülener Tor. Hier hatte die junge Thülener Abwehrreihe ihre liebe Mühe.

Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff war es dann geschehen. Stirpe konnte den 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung drehen (50.). Nur eine Zeigerumdrehung weiter durfte der Gastgeber sogar über den Treffer zum 4:2 (51.) jubeln. Dieser fiel allerdings aus einer klaren Abseitsposition. Alles protestieren half nichts. Der Referee entschied auf Tor.

Gut eine Viertelstunde sollte dann auf beiden Seiten kein Treffer fallen. Aufgegeben hatten sich die SVT-Damen zwar nicht, aber die Offensivaktionen wurden leider nicht konsequent zu Ende gespielt. Auch landeten viel zu viel Bälle beim Gegner. Ausbaufähig war sicher auch das Zweikampfverhalten. Hier wirkte die Mannschaft vom Thülener Scheid viel zu brav und harmlos.

So konnte die Germania in der 64. Minute auf 5:2 erhöhen. Nur 60 Sekunden später konnte sich dann erneut Thülens Sina Seipel in die Torschützenliste eintragen. Einen Alleingang schloss der Neuzugang zum 5:3 mustergültig ab. Auf Thülener Seite wurden nochmal alle Kräfte gebündelt und mit einer noch offensiveren Formation den Gastgeber weiter unter Druck gesetzt.

Dieses war allerdings nicht von Erfolg gekrönt. In der Drangphase konnte Stirpe den alten Abstand herstellen und erhöhte auf 6:3 (80.).

Doch damit sollte es noch nicht genug gewesen sein mit Toreschießen. Jetzt war wieder der SV Thülen an der Reihe. Küken Teresa Schulte schaffte in der 84. Spielminute den Anschlusstreffer zum 6:4 (84.). Durch die taktische Umstellung auf Thülener Seite war man in der Abwehr natürlich offen wie ein Scheunentor. Der Gastgeber hatte nicht viele Mühen seine Angriffe erfolgreich abzuschließen. So gelang Stirpe bis zum erlösenden Abpfiff noch drei weitere Treffer zum finalen Endstand von 9:4 (87./88./90.).

Trainer Frederik Leikop, der auf seinem Heimweg noch in Stirpe vorbeischaute, richtete nach der enttäuschenden Partie ein paar aufmunternde Worte an seine Mannschaft.

Natürlich kann man sicher von einem Fehlstart sprechen, wenn man die bisherige Bilanz inklusive Tabellenplatz 11 betrachtet.

Allerdings fand der Coach mit dem Umbruch in der Mannschaft und die Findungsphase, in der sich das Team noch befindet, eine Erklärung für die durchwachsene Partie in Stirpe.

Sobald die noch fehlende Abstimmung und die Routine in das Thülener Spiel kommt, wird sich auch der Erfolg wieder einstellen, ist sich der Coach sicher.

Für den SV Thülen spielten:

Nicole Arning, Katharina Philipp, Anna Korsinski, Teresa Schulte, Neele Dietrich, Jessica Krefeld, Luisa Becker, Celine Klärner, Sina Seipel, Anna Hammerschmidt und Alessa Wübbecke

Tore:

2 x Sina Seipel

1 x Celine Klärner

1 x Teresa Schulte

  •  Alessa Wübbeke (Nr. 4) bereitete den ersten Thülener Treffer durch Celine Klärner vor.  
  •  Jessica Krefeld (Nr. 14) hat in dieser Situation das Nachsehen.  

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