21. Oktober 2019 SVT-Damen bringen sich selbst um verdienten Lohn

SV Thülen – TuS Sennelager 2:3 (1:0)

Im Heimspiel gegen den TuS Sennelager musste Trainer Frederik Leikop auf einigen Positionen in der Startelf wieder einmal ein paar Veränderungen vornehmen. Dem Coach fehlten nämlich mit Abwehrspielerin Anna Korsinski (Zahn-OP) sowie den beiden Offensivspezialistinnen Alessa Wübbeke und Maja Waßmann (beide Urlaub) wieder drei wichtige Spielerinnen.

Somit hatte man mit Zoe Brinkmöller (Aufbautraining) und Oldie Ilona Vonnahme (37) nur zwei Wechseloptionen auf der Bank.

Dem SVT-Trainer wurde bei der taktischen Formation gegen den Gast aus Sennelager daher wieder einiges abverlangt. Aber wie so oft hatte der Thülener Trainerfuchs die richtigen Ideen.

Er beorderte Außenspielerin Kristin Menke in die vorderste Angriffsreihe. Zudem wurde die wieselflinke Katharina Philipp mit einer Sonderaufgabe ausgestattet. Die 16-Jährige durfte sich um Sennelagers Ausnahmekickerin Susanne Werner kümmern. Die Nummer 13 des TuS ist eine technisch sehr versierte Spielerin, die immer für das ein oder Tor gut ist.

Dass Kathi Philipp ihre Aufgabe mit Bravour verrichtete, zeigte sich daran, dass TuS-Spielerin Werner dieses Mal nicht zum Torerfolg kommen sollte.

Auf dem top gepflegten Rasenplatz am Thülener Scheid entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Hier sollte der Gast aus dem Paderborner Stadtgebiet übrigens nochmal seine Worte im Pressebericht überdenken. Demnach erwartete der TuS Sennelager in Thülen ein schlechter Rasenplatz. Dem war wahrlich nicht so.

Die Zuschauer bekamen bei Dauerregen ein sehr rassiges Spiel zu sehen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Trotz allem ging es doch meistens recht fair zur Sache, sodass Schiedsrichter Stefan Vollmer an diesem Spieltag nicht eine einzige Karte zeigen musste.

Obwohl dem SV Thülen mit Jessica Krefeld, Maja Waßmann und Alessa Wübbeke gleich drei Spielerinnen fehlten, die in der Offensive immer für sehr viel Wirbel sorgen, erspielte sich die Mannschaft aus dem Altkreis Brilon im ersten Durchgang doch einige sehenswerten Torchancen. Es dauerte allerdings bis zur 26. Spielminute bis der Thülener Tross zum ersten Mal jubeln durfte.

Reaktionsschnell schloss Aushilfsstürmerin Kristin Menke eine Unsicherheit in der Sennelager Abwehrreihe ab und netzte zum 1:0 für den SV Thülen ein. Das erste Tor für Thülens Nummer 7 in dieser Saison. Bis zum Halbzeitpfiff gab es noch Torchancen auf beiden Seiten. Allerdings zeigte sich Nicole Arning im Thülener Kasten in einer sehr guten Verfassung und konnte viele Angriffe des TuS entschärfen. Im Angriff haderte man das ein um andere Mal an der Chancenverwertung. Somit sollte es bis zum Seitenwechsel bei der knappen Führung für den SV Thülen bleiben.

Trainer Leikop war mit der Leistung seiner Mannschaft bis dato nicht ganz zufrieden. Ein paar Sachen musste man noch verbessern um gegen den Gast aus dem Kreis Paderborn bestehen zu können.

Dieser erhöhte in dem zweiten Durchgang den Druck und schaffte somit in der 61. Spielminute den Ausgleich zum 1:1.

Der SV Thülen kämpfte trotz des Gegentreffers weiter. Man wollte unbedingt die drei Punkte am Scheid behalten und sich damit in der Tabelle weiter nach oben orientieren.

Mit dem gleichen Vorhaben war allerdings auch der TuS Sennelager angereist. Ein Gegner, der sicher nicht zur Laufkundschaft in der Landesliga gehört. Der TuS setzte immer wieder den ein um anderen Nadelstich, sodass Thülens Abwehr mehr gefordert war als es Coach Leikop lieb war.

Aber auch die Grün-Weißen versuchten mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln den Führungstreffer zu erzielen. Das gelang dann in der 80 . Spielminute Spielführerin Anna Hammerschmidt.

Ein super Zuspiel von Abwehrspielerin Rafaela Hanke nutzte die Kapitänin zum scheinbar erlösenden 2:1-Treffer.

Leider konnten die SVT-Kickerinnen die knappe Führung nicht über die Zeit bringen. Nur drei Minuten später zappelte nach einem Freistoß aus dem Halbfeld der Ball im Thülener Netz. Der TuS konnte damit zum 2:2 (83.) ausgleichen. Damit nicht genug. Der bissige Gast in der schwarzen Spielkleidung schaffte in der 88. Spielminute sogar noch den siegbringenden Führungstreffer zum 3:2. Nach einem Eckstoß landete der Ball irgendwie und vorbei an Freund und Feind im Thülener Tor.

Die restliche Spielzeit verging wie im Flug, sodass es letztendlich bei dem 3:2-Auswärtssieg für den TuS Sennelager bleiben sollte.

Die Mannschaft um Spielführerin Anna Hammerschmidt war nach dem Schlusspfiff fassungslos über die beiden späten Gegentreffer und schlich mit hängenden Köpfen und völlig durchnässt vom Platz.

Trainer Leikop versuchte seine Mannschaft in einer kurzen Ansprache zwar wieder etwas aufzumuntern, aber so recht sollte ihm das nicht gelingen.

Diese Niederlage gegen einen ebenbürtigen Gegner, den man über weite Strecken des Spiels sehr gut im Griff hatte, war mehr als unnötig und ärgerlich.

Mit etwas mehr Geschick und Cleverness hätte man sicher die Führung über die Zeit bringen können bzw. müssen. Damit hätte man sich dann auf Tabellenplatz 7 vorschieben können.

Somit bleibt für die Fußballdamen des SV Thülen aktuell nur Rang 10 in der Tabelle.

Trainer Leikop wird nun versuchen müssen, seine Spielerinnen wieder aufzurichten, sodass man dann hochmotiviert an die kommenden Aufgaben gehen kann.

Für den SV Thülen spielten:

Nicole Arning, Teresa Schulte, Rafaela Hanke, Celine Klärner, Carolin Lingenauber, Katharina Philipp, Saskia Schrewe, Luisa Becker (85. Zoe Brinkmöller), Anna Hammerschmidt, Sina Seipel und Kristin Menke

Schiedsrichter: Stefan Vollmer (SV Henne-Rartal)

Tore:

1 x Kristin Menke

1 x Anna Hammerschmidt

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