28. Oktober 2019 Thülener Damen unter Wert geschlagen

SV Ottbergen-Bruchhausen – SV Thülen 3:2 (2:2)

Mit einem 14-Mann-starken-Kader ging es für die Fußballdamen des SV Thülen zu dem schweren Auswärtsspiel in den Kreis Höxter. Hier wartete der Tabellendritte des SV Ottbergen-Bruchhausen auf die Mannschaft von Trainer Frederik Leikop. Dieser hatte bis auf Zoe Brinkmöller (angeschlagen) fast alle Spielerinnen mit an Bord.

Allerdings gab es auch im 10. Saisonspiel ein Wehrmutstropfen zu beklagen. Spielerführerin Anna Hammerschmidt und Dauerbrennerin Celine Klärner mussten aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzer treten und nahmen somit erstmal auf der Ersatzbank Platz.

Trotz der harten Nuss, die es auf dem Rasenplatz in Ottbergen zu knacken gab, hatte sich der Gast aus dem Sauerland einiges vorgenommen. Sollte man an die guten Leistungen aus den vorherigen Partien anknüpfen können, dann wäre sicher auch beim Dritten ein Punkt zu holen. Aufgrund der aktuellen Tabellensituation hätte der SVT diesen natürlich mehr als gut gebrauchen können.

Den besseren Start erwischte allerdings der Gastgeber in der blauen Spielkleidung. Der Gegentreffer, der bereits in der 6. Spielminute fiel, kann man in die Kategorie „Gastgeschenk“ einsortieren.

Doch die Grün-Weißen fanden nur drei Spielminuten später die passende Antwort auf den frühen Rückstand. Wirbelwind Maja Waßmann erzielte den Ausgleichstreffer zum 1:1 (9.).

Es entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie auf dem Ottbergener Rasenplatz. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Der SV Thülen verkaufte sich teuer gegen den Favoriten.

Die Mannschaft um Ersatz-Kapitänin Carolin Lingenauber war ebenbürtig und zeigte eine ordentliche Leistung gegen den Mitfavoriten auf den Aufstieg in die Westfalenliga.

Dieser nutzte im Gegensatz zu den Thülener Kickerinnen aber die sich bietende Torchancen aus und ging in der 31. Spielminute erneut in Führung. Auch dieser Gegentreffer wäre sicher vermeidbar gewesen. Daher war es natürlich umso ärgerlicher, dass man erneut einem unnötigen Rückstand hinterher laufen musste.

Doch auch dieser sollte wie beim ersten Treffer des SVOB nur drei Minuten von Bestand sein. Dann konnte sich Thülens Nummer 8, Maja Waßmann, erneut in Torschützenliste eintragen und zum 2:2 (34.) ausgleichen. Mit diesem Zwischenergebnis ging es dann in die Halbzeitpause.

Mit einem guten Gefühl und voller Tatendrang ging es für die Gäste aus dem Altkreis Brilon in die zweite Spielhälfte. Wie schon im Auswärtsspiel gegen den Hövelhofer SV entwickelte sich in der Folgezeit eine überaus spannende Partie auf Messers Schneide. Beide Teams hatten Torchancen um eine Führung herauszuspielen. Hier war der SV Thülen ebenfalls sehr gut drin im Spiel und hätte mit mehr Fortune im Abschluss einen weiteren Treffer erzielen können.

Da die Fußballdamen des SVT aber momentan leider nicht vom Glück verfolgt sind und wahrlich das Pech am Stiefel kleben haben, kam es wie es auch schon im Heimspiel gegen den TuS Sennelager am vergangenen Wochenende kommen musste. Der SV Ottbergen-Bruchhausen schaffte in der 85. Spielminute durch eine scharfe Hereingabe in den Strafraum den entscheidenden Treffer zum 3:2 (85.). In den wenigen Minuten bis zum Abpfiff konnte der Gastgeber den Vorteil souverän verteidigen, sodass die Grün-Weißen trotz einer guten Leistung wieder mit leeren Händen dastanden.

Momentan ist bei den Kickerinnen vom Thülener Scheid wahrlich der Wurm drin. Wieder einmal musste man sich trotz einer sehr ansprechenden Leistung geschlagen geben. Und das abermals durch einen Last-Minute-Gegentreffer kurz vor Spielschluss.

Der kleine Positivtrend, aus dem SVT-Damen aus 3 Spielen 7 Punkte holten, ist nun seit zwei Spieltagen schon wieder dahin. Mit nur 10 Punkten aus 10 Spielen belegen die Grün-Weißen momentan nur den 10. Platz in der Tabelle. Will man nicht noch weiter abrutschen, dann sollte in den nächsten Partien auf jeden Fall wieder eine Punkteserie gestartet werden.

Für den SV Thülen spielten:

Nicole Arning, Teresa Schulte, Anna Korsinski, Rafaela Hanke, Katharina Philipp, Carolin Lingenauber, Sina Seipel, Kristin Menke, Luisa Becker (67. Saskia Schrewe), Alessa Wübbeke (74. Anna Hammerschmidt) und Maja Waßmann (61. Celine Klärner)

Tore:

2 x Maja Waßmann

Fotos: Lena Brinkmann / WestfalenBlatt

  •  Da Spielführerin Anna Hammerschmidt gesundheitlich angeschlagen auf der Bank saß, übernahm Carolin Lingenauber die Kapitänsbinde.  
  •  Maja Waßmann (am Ball) erzielte die beiden Ausgleichstreffer zum 1:1 und 2:2.  

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