Remis für SVT-Damen

SV Thülen – SV Ottbergen-Bruchhausen 2:2 (0:0)

Standen Trainer Frederik Leikop beim Auswärtsspiel in Wadersloh noch 5 Auswechselspielerinnen zur Verfügung, so hatte der Coach beim Heimspiel gegen den starken SV Ottbergen-Bruchhausen eine Reihe Ausfälle zu beklagen. Es fehlten Leonie Feistkorn, Rebekka Imöhl, Kristin Menke, Zoe Brinkmöller und Spielführerin Anna Hammerschmidt. Thülens Ausnahmekickerin hat sich unter der Woche beim Training am Sprunggelenk verletzt. Es bleibt zu hoffen, dass die Kapitänin nicht schlimmer verletzt ist und damit länger ausfallen wird.

Auf der Ersatzbank nahmen somit nur Juniorinnenspielerin Hannah Krefeld und Sina Seipel (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) Platz.

Dafür hatte Thülens Trainerfuchs wieder einen Matchplan ausgearbeitet, der bei seinen Spielerinnen für überraschte Gesichter sorgte. Aber es sollte sich zeigen, dass Leikop damit mal wieder ein gutes Händchen bewiesen hat. Der Schlachtplan gegen den starken und körperlich robust spielenden Gast aus dem Kreis Höxter war ausgeklügelt und verfehlte seine Wirkung nicht.

Die ersten paar Minuten der Partie auf dem Rasenplatz in Thülen gehörten den Blauen. Sie waren zwar mit Respekt in den Altkreis Brilon gereist, zeigten aber gleich von der ersten Minute an, dass sie der erwartet starke Gegner sein würden. Dann kam der Thülener Motor immer besser ins Rollen.

Die Mannschaft um Spielführerin Celine Klärner hatte die Vorgaben ihres Coaches verinnerlicht und setzten diese prima um – Kampf, Kopfballspiel und Kommunikation.

Damit wollte man dem Tabellenvierten ordentlich Paroli bieten. Das gelang den Grün-Weißen wirklich sehr gut.

Sie waren früh und bissig in den Zweikämpfen, zeigten eine enorme Lauf- und Einsatzbereitschaft und erspielten sich dadurch einige gute Offensivaktionen. Hier fehlte es lediglich an der Präzision bei den Zuspielen in die Spitze. Im Angriff durfte sich an diesem Spieltag übrigens Abwehrspielerin Luisa Becker probieren. Eine gute Entscheidung wie sich zeigen sollte. Die 19-Jährige belohnte sich zwar nicht mit einem Treffer, war aber in der Gäste-Abwehr immer ein Unruheherd und hatte sogar einige aussichtsreiche Torchancen auf dem Schlappen.

Auch die Rückkehr von Abwehrchefin Victoria Rollmann machte sich überaus positiv bemerkbar. Es gab fast keinen Ball, die sie im Verbund mit Jessica Krefeld nicht klären konnte.

Daher ging es mit einem torlosen Remis in die Halbzeitpause. In dieser hatte Leikop nichts zu bemängeln. Seine Mannschaft war sehr gut in der Partie und brachte den SVOB streckenweise zur Verzweiflung. Alles was noch fehlte war ein Tor für den Gastgeber.

Daran arbeitete der SVT im zweiten Durchgang dann weiter fleißig und setzte die Gastmannschaft mit schneller Offensivpower über die Außenpositionen immer wieder unter Druck.

Besonders Wirbelwind Katja Betten narrte ihre Gegenspielerin immer wieder durch ihre blitzschnelle Antritte und Dribblings. Nach einem feinen Tunnel wusste die Abwehrspielerin sich nur noch durch ein Foulspiel zu helfen. Schiedsrichter Yanik Rickert entschied auf Strafstoß für den SV Thülen. Mutig nahm sich Teresa Schulte den Ball und verwandelte souverän zum 1:0.

In der 76. Spielminute konnte der SV Ottbergen-Bruchhausen den Rückstand egalisieren. Vorausgegangen war ein Freistoß nach einem Foulspiel. Thülens Torfrau Nicole Roßbroich, die an diesem Spieltag ebenfalls eine tolle Leistung zeigte, hatte bei diesem Geschoss keine Chance.

Nur fünf Minuten später konnten die Blauen sogar das Spiel drehen und die Führung zum 2:1 (80.) erzielen. Der Gegentreffer zeigte bei den SVT-Damen allerdings keine Schock-Wirkung.

Ganz im Gegenteil. Sie fanden nur eine Zeigerumdrehung weiter die passende Antwort. Teresa Schulte konnte sich prima in den Strafraum vorarbeiten. Ihr Pass in die Mitte fand die aufgerückte Maja Waßmann, die nur noch die Fußspitze hinhalten musste.

Bis zum Abpfiff blieb es weiter sehr spannend am Thülener Scheid. Die Leikop-Elf hatte noch die ein um andere Gelegenheit hier sogar noch einen „Dreier“ einzufahren. Man hatte den SV Ottbergen-Bruchhausen am Rande einer Niederlage. Doch leider sollte es am Ende nicht reichen und es blieb bei der Punkteteilung.

Vor der Partie hätte Thülens Coach Leikop sicherlich unterschrieben, dass man mit einem Punkt gegen den SVOB zufrieden sein würde. Aufgrund der starken Leistung und des Spielverlaufs wäre mit mehr Fortune an diesem Spieltag doch noch mehr drin gewesen. Aber jetzt heißt es, nicht weiter grämen sondern in den nächsten Wochen einfach so weitermachen. Dann wird man sich hoffentlich wieder mit drei Punkten belohnen.

Für den SV Thülen spielten:

Nicole Roßbroich, Celine Klärner, Victoria Rollmann, Jessica Krefeld, Saskia Schrewe, Carolin Lingenauber, Neele Dietrich, Katja Betten, Maja Waßmann, Teresa Schulte und Luisa Becker

Schiedsrichter: Yanik Rickert (FC Arpe-Wormbach)

Tore:

1 x Teresa Schulte

1 x Maja Waßmann

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